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Das Wirtschaftsgymnasium zu Gast in Ungarn

 

Vom 3. bis zum 7. Juni 2013 besuchten 38 Abiturienten die ungarische Hauptstadt Budapest.

 

Angeführt von den Jahrgangsstufenleitern Herrn Lange und Herrn Appeltauer begab sich freiwilliger Weise auch Herr P. Müller mit ins Boot. Natürlich nur in sprichwörtlicher Weise, denn am Montag in der Früh startete der Bus am Schulgelände. Allen voran war uns Busfahrer „Karle“, der uns in einer dreizehnstündigen Fahrt sicher ans Ziel brachte.

Obwohl die Zeit nicht nur für den Morgenmuffel fast schon unzumutbar war (04:00 Uhr), war die Stimmungslage am Treffpunkt sehr heiter und jeder freute sich auf die langersehnte Studienfahrt. Am Montagnachmittag dann endlich angekommen, bezog die immer noch aktive Meute ihre Zimmer. Danach ging es mit der Metro direkt in die Innenstadt Budapests, wo der hungrige Magen erst einmal gestillt wurde.

 

Am Dienstagmorgen begann das Programm mit einer vielversprechenden Bezeichnung: „Besuch des Scania Werks“. Leider war hier höchstwahrscheinlich dem Reiseveranstalter nicht jede Begrifflichkeit klar, wodurch sich dieses „Werk“ auf eine lediglich 19 Mitarbeiter kleine Werkstatt reduzierte. jedoch machten alle das Beste daraus, wenn auch etwas getrübt von dem weniger imposanten Betriebsgelände. Angeführt von der hiesigen und temperamentvollen Reiseleiterin Eva begaben wir uns nach dieser Enttäuschung nach Felcsut, einem etwas außerhalb Budapests liegenden Ort. Zuvor machten wir jedoch noch einen Abstecher in ein idyllische Gegend und ließen uns vom heimischen Palatschinken den Magen versüßen. Was den Herren der Gruppe hierbei sofort aufgefallen ist, war die Tatsache, dass es sich hierbei um keinerlei Fleisch handelt, sondern um eine Art Pfannkuchen. Nach der kleinen, aber feinen Stärkung, begaben wir uns nun direkt in die naheliegende Fußballakademie Ferenc Puskas in Felcsut. Dort stand ein Gebäudekomplex mit interessanter Architektur und auffallend moderner Gestaltung, namentlich gewidmet der ungarischen Fussballlegende Ferenc Puskas und veranlasst vom Regierungschef Viktor Orbán. Als wir mit unseren bezaubernden Damen die Eingangshalle betraten, war natürlich auch bei den ungarischen Spielern, die zwischen 14 und 19 Jahren alt waren, das Testosteron auf Anschlag, wodurch sich auch unsere Damenwelt nur schwer von der vielseitigen Fußballakademie  verabschieden konnte. Nach diesem Programmpunkt fuhr der Bus wieder zurück ans Hotel, wo sich dann Lehrer und Schüler voneinander trennten und den Abend ganz individuell ausklingen ließen.

 

Pünktlich um 09:00 Uhr trafen sich am Mittwochmorgen wieder alle am Bus und die Stadtrundfahrt konnte eingeläutet werden. Auch da war Reiseleiterin Eva im Bus und navigierte Busfahrer Karle durch die Innenstadt, wo sie uns an markanten Stellen die passenden Worte und Fakten lehrte. So überquerten wir über vier verschiedene Brücken die Donau und betrachteten die wunderschöne Margareteninsel, die das Hochwasser uns leider nicht zu besuchen ermöglichte. Von der Fischerbastei aus wurde uns ein gigantischer Blick über die 1,7 Mio. Einwohner große Hauptstadt zuteil, worauf wir erstmals die wahrhaftige Größe jener Stadt realisierten. Des Weiteren waren wir am Burgpalast und blickten bei der Rückreise der Stadtrundfahrt von Buda über die Donau nach Pest, wo das Parlament  idealer Fotohintergrund für soziale Netzwerke bot. Anschließend waren wir noch kurz am Heldenplatz und besuchten eine große Markthalle. Danach war auch dieses Programm zu Ende und erlaubte genügend Freizeit zum Shoppen, Essen oder Relaxen. Abends gingen alle in eine sieben Stationen entfernte Disko in Pest. Inklusive Lehrkraft! ;-) An diesem Abend amüsierten sich alle herrlich, hielten hoch komplexe Konversationen und tranken auch das ein oder andere Bierchen zusammen. So trugen auch die Lehrer durch ihre Geselligkeit zum guten Klassenklima bei.

 

Am Donnerstag in der Früh war das Programm sehr entgegenkommend für jenen, der den langsamen Start in den Tag genießt. So besuchten wir ein Schwefelbad mit dem Bus, das uns etwa vier Stunden Aufenthalt gewährte, ehe wir in das House of Terror weiterfuhren. Das als in der Landessprache bekannte Terror Háza Múzeum ist ein als Gedenkstätte konzipiertes historisches Museum in Budapest und soll an die Herrschaft der Pfeilkreuzler und den nach Ende des Zweiten Weltkriegs folgenden Sozialismus in Ungarn erinnern und stellt dabei beide Regime in seiner Ausstellung gegenüber. Es war absolut erschreckend, wie der Egoismus das Verlangen nach Macht beherrscht und vor keinerlei Terror zurückschreckt. Auf jeden Fall ein Besuch wert. Danach verlief das Programm äußerst human und erlaubte genug Zeit für Freizeit, um letzte Erledigungen zu vollbringen und der Freundin ein kleines Präsent zu organisieren. Am letzten Abend wiederum verliefen die Planungen sehr individuell und boten Zeit zum Energieschöpfen für die bevorstehende Heimfahrt oder die letzten Energiereserven auszunutzen um noch einmal das Nachtleben Budapests zu erkundigen.

 

Morgens um 05:00 Uhr traf sich die Meute geschlossen zum Frühstück und zog dann direkt wieder weiter nach Bad Saulgau. Die Fahrt bot viel Zeit zum Entspannen und die Fahrt Revue passieren zu lassen.

 

Abschließend kann ich diese Fahrt ausschließlich loben und schätzen, denn solch eine Kooperation zwischen Schülern intern, aber auch mit den Lehrern gemeinsam, ist definitiv nicht der Standard und erlaubt nur so einen angenehmen Umgang. Ich denke, ich spreche im Namen von jedem, dass er mit der gleichen Mannschaft in jede Stadt sofort wieder mitkommen würde.

 

Auch hier nochmals ein Dankeschön für die Lehrkräfte, die dies organisiert haben!

 

Eure Jahrgangsstufe 1

gez. Dominik Pohl

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