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Viele Verabschiedungen an der Helene-Weber-Schule

Langjährige Abteilungs- und Bereichsleiterinnen werden pensioniert

 

von links nach rechts: G. Peter, G. Egerer, D. Gihr, N. Künzel, R. Füssinger, I. Harff, Dr. M. Gneiser, Schulleiterin E. Croisier

Zum Ende des Schuljahres 2019/20 wurden an der Helene-Weber-Schule zahlreiche Lehrkräfte verabschiedet, darunter langjährige Abteilungs- und Bereichsleiterinnen. Gudrun Egerer begann 1979 ihren Vorbereitungsdienst an der Edith-Stein-Schule Ravensburg und wurde 1981 an die damalige Haus- und Landwirtschaftliche Schule Saulgau versetzt. Die zehnjährige Familienphase, die sie 1984 antrat, erachtet sie auch rückblickend als äußerst gewinnbringend und wertvoll und würde heute genauso entscheiden. Ihr Name ist an der Helene-Weber-Schule mit großem Engagement für die Schüler*innen verbunden, dem PABS-Projekt, bei dem Paten aus der Bevölkerung Bad Saulgaus Nachhilfe für lernschwache Schüler*innen geleistet haben, und dem KVAB („Vorqualifizierung Arbeit und Beruf“), einer Schulart, die bis zum Ende dieses Schuljahres in Kooperation mit den Walter-Knoll-Schulen Bad Saulgau durchgeführt wurde. In ihrem Tätigkeitsfeld als Bereichsleiterin des KVABs hatte sie es stets mit „verhaltenskreativen“ Schüler*innen zu tun, wie Schulleiterin Elisabeth Croisier bei der Verabschiedung im Foyer der Helene-Weber-Schule anmerkte und dabei erneut den großen Einsatz für die Jugendlichen betonte. Darüber hinaus hat Gudrun Egerer Fortbildungen gegeben, in der Lehrplankommission mitgearbeitet sowie konkrete Lernfeldprojekte realisiert wie den Gastroservice der zweijährigen Berufsfachschule oder Seniorennachmittage im evangelischen Gemeindehaus. 2014 konnte Frau Egerer den Aufstiegslehrgang mit dem Fach Deutsch erfolgreich absolvieren und verlässt die Helene-Weber-Schule als Hauswirtschaftsschulrätin.

 

Rita Füssinger ist ein klassisches Beispiel für den erfolgreichen Weg über die beruflichen Schulen. An die zweijährige Berufsfachschule anschließend, meisterte sie am Wirtschaftsgymnasium ihr Abitur. Nach einem kurzen Abstecher in die EDV-Abteilung eines papierverarbeitenden Betriebes ging es an die BPH Stuttgart (Pädagogische Hochschule für berufliche Schulen). Hier hat sie Haushaltswissenschaften und Biologie als Lehrbefähigung erworben. Vom Referendariat bis zur Pensionierung ist Frau Füssinger der Schule in Bad Saulgau treu geblieben und hat dabei große Veränderungen miterlebt, so wurde aus der Haus- und Landwirtschaftlichen Schule nach der Fusion mit der Kaufmännischen Schule die heutige Helene-Weber-Schule. Von Anfang an begleitete sie die Pflege, wofür sie noch heute brennt. 17 Jahre lang war sie Abteilungsleiterin der Berufsfachschule für Altenpflege, Altenpflegehilfe und Sozialpflege und hat in ihrem letzten Jahr die große Umstellung zur generalistischen Pflegeausbildung, die ab dem Schuljahr 2020/21 umgesetzt wird, entscheidend vorangeführt. In ihrer Abteilung wirkte sie federführend bei den aufwändigen Zertifizierungen und beim Qualitätsmanagement mit. Schulleiterin Elisabeth Croisier hob den Einsatz von Frau Füssinger für die Altenpflege auf jeglicher Ebene hervor, vom Unterricht und bester Betreuung der Schüler*innen, Kontaktpflege zu den Einrichtungen und im gesamten Netzwerk sowie bei der Schulentwicklung insgesamt.

 

In Pension geht Irene Harff, die 2002 von der Justus-von-Liebig-Schule Überlingen nach Bad Saulgau versetzt wurde. Sie war eine äußerst flexible Lehrerin, ihr vielfältiges Einsatzgebiet mit den Fächern Haushaltswissenschaften und Deutsch zeigt nahezu die ganze Bandbreit einer beruflichen Schule. Frau Harff zeichnete sich durch ihre zugewandte, flexible, zuverlässige und immer freundliche Lehrerpersönlichkeit aus. Zudem war sie immer offen für neue Themen und Fächer, neben ihren Hauptfächern unterrichtete sie auch Gemeinschaftskunde in der kaufmännischen Berufsschule.

 

Gabriele Peter geht zunächst in ein Sabbatjahr und anschließend in den Ruhestand. Sie absolvierte ihr Referendariat an der Edith-Stein-Schule Ravensburg, anschließend fand sie an der Haus- und Landwirtschaftlichen Schule in Schramberg eine Einstellung. Zum Schuljahr 1986/87 folgte die Versetzung an die Haus- und Landwirtschaftliche Schule Saulgau. Mit ihren Fächern Haushaltswissenschaften und Englisch konnte sie 2009 den Bewährungsaufstieg meistern und wurde zur Studienrätin ernannt. Sie unterrichtete in den letzten Jahren vor allem in der zweijährigen Berufsfachschule. Frau Peter zeichnete eine offene, fordernde und stets fördernde Art aus. Eine Besonderheit ihrer Lehrerkarriere stellte das Unterrichten eines Jahrgangs der Berufsoberschule für Sozialwesen dar, das für sie mit der einmaligen Abnahme des Englisch-Abiturs verbunden und im Nachhinein eine sehr gewinnbringende Erfahrung war.

 

Auch die Schulleiterin Elisabeth Croisier verabschiedet sich in ein Sabbatjahr und anschließend in die Pension (die Schwäbische Zeitung berichtete am 21.07.). Der Personalrat der Schule betonte bei der Verabschiedung ihre stets zielorientierte Art, die immer auf Lösungen ausgerichtet war, nicht nur in Zusammenarbeit mit den Vertretern des örtlichen Personalrates.

 

Darüber hinaus werden drei Lehrkräfte an andere Schulen versetzt. Daniel Gihr war seit 2012 mit den Fächern Englisch und Deutsch in erster Linie am Wirtschaftsgymnasium und am Berufskolleg Wirtschaft eingesetzt. Mit seiner Fachkompetenz, seiner Zuverlässigkeit und seinem Humor war er ein Glücksgriff für die Helene-Weber-Schule. Aus gesundheitlichen Gründen führt ihn sein Weg nun an die Constantin-Vanotti-Schule nach Überlingen, wodurch sich seine Anfahrtszeit mehr als halbiert.

 

Dr. Martin Gneiser war mit seinen Fächern Volks- und Betriebswirtschaftslehre seit 2016 an der Helene-Weber-Schule und wurde in fast allen Schularten eingesetzt und hat sich überall bewährt. Der Quereinsteiger führte mit seiner den Jugendlichen zugewandten Art sowie seinem großen fachlichen Wissen etliche Schüler*innen erfolgreich zu einem mittleren Bildungsabschluss oder zur allgemeinen Hochschulreife, dem Abitur. Nun hat er sein persönliches Traumziel erreicht, er wechselt aus privaten Gründen nach Bayern, an eine berufsbildende Schule in Illertissen.

 

2014 ist Nele Künzel mit den Fächern Spanisch und Betriebswirtschaftslehre von der Humpis-Schule Ravensburg nach Bad Saulgau versetzt worden, nun geht es wieder dorthin zurück, dieses Mal an die Edith-Stein-Schule. Mit ihrem Engagement und Temperament hat Frau Künzel einiges bewegt, zum Beispiel bei der Organisation und Durchführung von Sprachreisen, die dabei integrierten Spanischkurse waren für die Schüler*innen sehr hilfreich, oder bei der Betreuung von Seminarkursgruppen am Wirtschaftsgymnasium. Frau Künzel wird der Helene-Weber-Schule durch eine Abordnung für Spanisch im kommenden Schuljahr noch teilweise erhalten bleiben.

 

Marion Jochims war vom Schulverbund Bad Saulgau, jetzt Walter-Knoll-Schulen, für die Kooperationsklasse der Vorqualifizierung Arbeit und Beruf (VAB) an die Helene-Weber-Schule abgeordnet worden. Nach fünf Jahren einer sehr intensiven und guten Zusammenarbeit, die mit viel Mühe, Aufwand, Einfühlungsvermögen, unzähligen Gesprächen mir Schüler*innen, aber auch mit etlichen Erfolgen in Form von erfolgreicher Vorbereitung auf und Vermittlung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, endet nicht nur die Abordnung von Frau Jochims, die nach Aulendorf versetzt wird, sondern leider auch die Kooperation der VAB-Klasse.

BAR




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