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Landtagsabgeordnete besuchen Helene-Weber-Schule

Schülerinnen organisieren Podiumsdiskussion

An einer lebhaften, zum Teil kontrovers geführten Podiumsdiskussion nahmen Klaus Burger (CDU), Andrea Bogner-Unden (Grüne) und Klaus Hoher (FDP) teil. Diese fand an der Helene-Weber-Schule, kaufmännische und sozialpflegerische Schule, Bad Saulgau statt. Organisiert wurde dieser außergewöhnliche Politik-Unterricht von den beiden Schülerinnen der Jahrgangsstufe1 des Wirtschaftsgymnasiums, Celina Krasniqi und Simone Rothenhäusler.

Bevor die Podiumsdiskussion startete, informierten die beiden Wirtschaftsgymnasiastinnen über den Alltag eines Landtagabgeordneten.
   

 

Diesen beschrieben auch die drei Abgeordneten eingangs der Diskussion, indem sie einen typischen Wochenablauf vorstellten. Dabei konnte eindrücklich geschildert werden, wie die Arbeit im heimischen Wahlkreis mit den Abgeordnetentätigkeiten in der Landeshauptstadt Stuttgart korrespondiert. In der intensiven 7-Tage-Woche halten sich Orts- und Außentermine in der Heimat sowie Fraktions- und Ausschusssitzungen, aber auch Abendtermine mit Verbänden, die Waage. „Man kann durchaus etwas bewegen, es macht auch Spaß“ stellte Klaus Burger (CDU) als Abschluss des Eingangsteils fest.

 

  In der anschließenden Podiumsdiskussion, in der Fragen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eingebracht werden konnten, fand eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung zu Themen wie Umweltpolitik statt. Andrea Bogner-Unden (Grüne) vertrat dabei die parteitypische Meinung, dass Wirtschaftswachstum und Umweltschutz verbunden werden müssten. Neben den unterschiedlichen Persönlichkeiten der drei Politiker traten in diesem Zusammenhang auch große Meinungsverschiedenheiten auf. Diese bezogen sich in erster Linie auf Zukunftsprognosen der Automobilbranche im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie. Darüber hinaus erfragten die angehenden Abiturienten ethisch-moralische Themenkomplexe wie die Vertretbarkeit von Kriegswaffenlieferungen. Obwohl es sich hierbei um bundespolitische Zuständigkeiten handelt, antworteten die drei Landespolitiker bereitwillig. Sehr emotional wurde die neue Atmosphäre im Landtag und der schwierige Umgang mit der AfD geschildert, wonach ebenfalls Interessierte gefragt hatten. Zudem brachte der extra aus dem Bodenseewahlkreis angereiste Klaus Hoher (FDP), der dem Bildungsausschuss angehört, sein Anliegen an, Schülerinnen und Schüler sollten besser auf’s Leben vorbereitet werden.

 

Neben den Fragen der Jugendlichen zur Umwelt, zur Anerkennung sozialer Berufe und Freiwilligendienste, erfragte Schulleiterin Elisabeth Croisier die Unterstützung für die öffentlichen Schulen im ländlichen Raum.

Die Landtagsabgeordneten zeigten sich gut informiert über das Thema regionale Schulentwicklung und deren Auswirkung in ihren Wahlkreisen und sicherten ihre Bereitschaft zur Unterstützung zu.

 

Die von der Geschichte- und Gemeinschaftskunde-Lehrerin Sabrina Appeltauer betreuten Schülerinnen hatten im Vorfeld alle im Landtag vertretenen Parteien angeschrieben und diese drei Zusagen erhalten. Außer dem großen Aufwand, den sie für die Organisation betrieben haben, bleiben sowohl ihnen als auch den teilnehmende Klassen des Wirtschaftsgymnasiums in Erinnerung, dass – entgegen heutzutage oft geäußerter Kritik – sehr wohl Unterschiede zwischen einzelnen Politikern und den verschiedenen Parteien deutlich werden.

APS/BAR

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