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J1 meets „Faust“

Goethes „Faust“ … ein Meisterwerk deutscher Dichtkunst, das jedoch vermutlich und in aller Regel bei Schülern nur eine einzige Reaktion zu evozieren vermag: „Fack ju Göhte!“

 

Tja … nur sind wir im Theaterkurs nicht die Regel, sondern vielmehr die Ausnahme derselbigen, wir sind nun mal nicht von der Stange, sondern eine maßgeschneiderte Sonderedition, wir sind nun mal nicht der mausgraue Einheitsbrei, sondern der Zauber eines 8-Gänge-Menüs, ein Gaumenschmaus, der die Sinne verzaubert!

 

Beispiel gefällig: Der durchschnittliche, in einer standardisierten Backform durchgegarte Schüler, welcher der DIN-Norm „Schema F“ entspricht, verbringt seinen gleichermaßen penibel genormten Dienstagabend damit seine Socken in alphabetischer Reihenfolge anzuordnen, ehe er dann whatsappt, instagramt oder (für die Romantiker unter Euch) tindert … sprich ehe er die Sehnenscheidenentzündung seiner Hand nachhaltig zu verschlimmern sucht,  um endlose Buchstabenkolonnen zu tippen, die so trist, langweilig und farblos sind, dass selbst der Äther im Lauf der Übertragung angesichts der Ödnis des Geblubbers sanft entschlummert.

 

 

Tja … und was macht der Theaterkurs an einem Dienstagabend?

 

Wir, die uns und unsere Seelen auf Gedeih und Verderb dem Theater verschrieben haben, tauchen ein in den Zauber fremder Welten und Gezeiten – unser Geist begegnet Göttern und Teufeln (gelegentlich auch in ihrer Singularität), wir erleben Liebe und Triebe, Himmelhochjauchzer und Höllentiefrülpser sowie Heroen und Intriganten, Schelme und Scharlatane sowie die Suche nach dem einen Augenblick des wahren Glücks. Wir enthüllen des Pudels Kern, stellen uns die Gretchenfrage und füttern unsere Brains mit Wissen für die Ewigkeit.

 

Warum wir das machen???

  1. Weil wir es können!!!

  2. Weil wir im Gegensatz zu den Sockentiefstaplern einfach cool sind –  so cool, dass in unserer Gegenwart sogar die Hölle gefriert, wodurch Mephisto ein Rückzug in seine natürliche Wohlfühlzone vergällt wurde.

  3. Weil jeder, der sich einmal in das Theater verliebt hat, immer wieder an den Ort des wahren Glücks, also zu den Brettern bzw. auf die Bretter, die uns wahrhaft die Welt bedeuten, zurückkehrt.

 

Tja … da irrt der Mensch (und damit auch seine spezielle Spezifikation in der Person des Fausts) solang er strebt völlig ziellos durch diverse Kneipen, Hexenmeetings und Dates … auf der Suche nach eben jenem wahren Moment des Glücks und dabei hätte er nur uns zur „Jungen Ulmer Bühne“ (JUB) begleiten müssen, um den Zauber des wahren Glücks zu finden. Loser!

PET

 

Nutzung der „JUB Theaterbilder“ mit freundlicher Genehmigung der „Jungen Ulmer Bühne“, >>> JUB Faust

 

 

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