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Ausbildungsvertrag: Start in das Berufsleben

90 SchülerInnen starteten in fünf verschiedenen Ausbildungsberufen an der kaufmännischen Berufsschule der Helene-Weber-Schule ihre Ausbildung. Ausgebildet werden Industrie-, Groß- und Außenhandelskaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Einzelhändler und Verkäufer.

In einem Vortrag informierte Herr Besenfelder von der IHK Bodensee-Oberschwaben an der HWS die angehenden Kaufleute über ihre Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis. Speziell ging er dabei auf die Führung des Ausbildungsnachweises und dessen Bedeutung für die Qualität der Ausbildung und die Prüfung ein. Rechtliche Fragen, wie zum Beispiel die Anrechnung des Berufsschulunterrichts auf die Arbeitszeit, die Freistellung zu Prüfungen wurden angesprochen, aber auch die Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag wurden den Azubis erläutert.


Ausbildungsjahre sind keine Herrenjahre, das hat Herr Besenfelder bei seiner Ausbildung zum Groß-und Außenhandelskaufmann selbst erfahren. Zu der täglichen Arbeitszeit kommen noch einige Stunden für die Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Tests und den Unterricht und für die Projektarbeit dazu. Die KBS der HWS als dualer Partner der Ausbildungsbetriebe bietet einige Möglichkeiten, um sich fit für die berufliche Zukunft zu machen.

Bereits seit drei Jahren wird in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben bei den Kaufleuten für Büromanagement der Tablet-Unterricht durchgeführt. Ein speziell von den KollegInnen erarbeitetes Konzept soll Theorie und deren praktische Umsetzung im Unterricht eng verzahnen und die SchülerInnen optimal auf ihre erste Prüfung vorbereiten. Bei den Industriekaufleuten läuft zum fünften Mal die Zusatzqualifikation Technik bei den neuen Auszubildenden an. Über drei Jahre hinweg, mit insgesamt 160 zusätzlichen Stunden werden den angehenden Industriekaufleuten technische Grundlagen vermittelt, um ihr späteres Einsatzspektrum zu erweitern und die Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern.

 

Neben den fachlichen Kompetenzen werden auch überfachliche Fähigkeiten der Auszubildenden gefördert, insbesondere im Projektunterricht, wo Eigenverantwortlichkeit, Zuverlässigkeit, organisatorisches Talent gefragt sind.

 

Das Tandemprojekt, seit Jahren bei den Industriekaufleuten bestens bewährt, wurde erfolgreich auf den Groß- und Außenhandel und die Kaufleute für Büromanagement übertragen. Zwei Auszubildende unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe wählen einen betrieblichen Prozess aus, den sie in beiden Ausbildungsbetrieben analysieren, vergleichen und Differenzen herausarbeiten. In der anschließenden Dokumentation und Präsentation des Betriebsprozesses soll das Tandem die unterschiedlichen Abläufe erklären und Ursachen dafür benennen können.

 

Ausbildungsbetriebe  und Schule versuchen gemeinsam die Auszubildenden optimal auf die Prüfungen und das Berufsleben in ihrem Ausbildungsberuf vorzubereiten. Die Lernpflicht aus dem Ausbildungsvertrag und die Annahme dieser zusätzlichen Angebote erfordern einen erweiterten zeitlichen Aufwand. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, aber eine Investition in die Zukunft, eine gute Ausbildung und die Fähigkeit, den Anforderungen eines qualifizierten Arbeitsplatzes mit wachsenden und sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

 

WAL

Okt. 2018

   







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