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Abitur 2020 am Wirtschaftsgymnasium der Helene-Weber-Schule

Nationaler und internationaler Zug erhalten Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife

Die diesjährige Abiturabschlussfeier mit Zeugnisübergabe ist nicht wegen Corona ausgefallen, sie fand erstmals im Foyer der Helene-Weber-Schule statt, unter Einhaltung aller Corona-Vorgaben.

 

Anders als gewohnt konnten in diesem besonderen Jahr 2020 keine Eltern zugegen sein, um diesem wichtigen Ritual beizuwohnen. Zu Beginn spielte die Absolventin Elena Ott ein Intro auf dem Klavier, ehe das Programm mit drei Reden startete. Die scheidende Schulleiterin Elisabeth Croisier begrüßte die Abiturient*innen mit rückblickenden Worten. Nachdem sie auf den Start am Wirtschaftsgymnasium mit den damit verbundenen Wünschen und Hoffnungen verwies, stellte sie die Frage, was die Schüler*innen in den drei Jahren gelernt haben. Die Schulabgänger hätten viel mehr gelernt, als ihnen momentan bewusst sei: wichtige Fakten, Zusammenhänge, aber vor allem das Erarbeiten von Lösungsstrategien, das Erkennen von Zusammenhängen sowie das Entwickeln von Strategien. Entscheidend sei jedoch die große Persönlichkeitsentwicklung, die Jugendlichen seien gereift und erwachsen(er) geworden. Am Ende ihrer Schullaufbahn hätten die Wirtschaftsgymnasiasten noch erlebt, was große Krisen seien, dies aber in einem sehr geschonten Raum, und beobachtet, wie Akteure, die diese Krise meistern müssen, handeln. Bei gesellschaftlichen Krisen gelte es zu lernen, mit Ungewissheiten umzugehen sowie letztendlich zu erkennen, wie man klug handeln könne. Die Glückwünsche zum Abitur verband sie mit dem Wunsch, mit Kraft und Zuversicht das Leben in die Hand zu nehmen und Krisen zu meistern, auch wenn der Weg in eine andere Richtung laufe als zunächst gedacht.  Am Ende richtete Frau Croisier einen Appell an die Abiturient*innen, sie seien Teil einer Gesellschaft, die ihnen Chancen gebe, „geben Sie dafür auch etwas zurück!“

 

Die Schülerrede übernahm Georg Bien, der das Warten in das Zentrum seiner Gedanken setzte. Das Warten auf das Ende der Schulstunde, des Schultages, auf den Bus oder auf das Wochenende. Nach der Schulschließung setzte das große Warten auf Durchsagen des Kultusministeriums ein, was Mitte Mai jedoch durch kollektiven Gleichmut abgelöst worden sei. Die Abi-Regularien waren so ungewiss wie noch nie. Das Immunsystem der Schüler*innen lief auf Hochtouren, das Warten hatte tatsächlich ein Ende, die neuen Termine für die Abiturprüfungen standen fest.  Nun hat das Warten auf die Abiturzeugnisse ein Ende und es muss Mut gefasst, eigene Wege müssen gegangen werden. Die Abiturient*innen sollen wagen, erproben und Träume einfordern: „Wenn wir nichts vorhaben, haben andere etwas mit uns vor.“

 

Der Abteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums, Stefan Kurtenbach, leistete eine umfassende Rede über Wissen, Bildung, Kompetenzen, die Veränderungen durch die Corona-Situation sowie über das Abitur und die Abiturient*innen. Diese seien auf der Suche nach den wahren Werten gewesen, vielleicht nach Gerechtigkeit, Respekt, Ordnungssinn, Bildung, Freiheit, Verantwortung, Toleranz, Ehrlichkeit, Treue und Leistung. Dabei setze jeder Einzelner selber Akzente, treffe eine Auswahl und Schwerpunkte und bringe seine Stärken und Schwächen ein. Herr Kurtenbach dankte den vielen Menschen an der Helene-Weber-Schule, die sich für das persönliche Fortkommen der Schulabgänger eingesetzt haben, dabei schloss er auch die Verwaltungsfachangestellten im Sekretariat, das Hausmeister-Team und die Reinigungskräfte mit ein. Einen ganz besonderen Dank richtete er an die Lehrer*innen des Wirtschaftsgymnasiums. Damit der Erfolg unter erleichterten Bedingungen möglich gewesen sei, hätten sich die Fachlehrer*innen über die viele Jahre hinweg bemüht, die Dinge, die zu vermitteln waren, so tief zu sehen, dass sie einfach wurden. Zu wissen wie man anregt, sei die Kunst des Lehrens. Jetzt seien die Absolvent*innen am Zug: „Egal ob ihr etwas wisst, viel wisst oder zumindest wisst, was ihr nicht wisst, ob ihr Bildung genossen, erlebt oder euch selber erworben habt, ihr macht jetzt aus den drei Jahren das für jeden für euch Beste daraus.“ An diese Wünsche knüpfte der Abteilungsleiter mehrere Appelle, so sollten sich die jungen Menschen weder von Algorithmen ersetzen noch sich ökonomisieren lassen und als bloße Funktionen für den Staat missbraucht werden. Abschließend gratulierte Herr Kurtenbach allen erfolgreichen Abiturient*innen zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife und wünschte ihnen alle Gute und viel Erfolg.  

 

In der Zeugnisausgabe, die mit einer speziell angefertigten Holzhand, um das Abstandgebot wahren zu können, vollzogen wurden, konnten zahlreiche Prüflinge mit Belobigungen, Preisen und Sonderpreisen geehrt werden.  Mit einem Gesamtschnitt von 1,4 erhielten Selina Butzengeiger und Tim Irmler Buchpreise. Den Preis des Landkreises Sigmaringen für schulisches Engagement außerhalb der und für die Schule erhielten Celina Krasniqi und Simone Rothenhäusler. Sie hatten die Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die KZ-Außenstelle Dachau in Saulgau durchgeführt sowie Landtagsabgeordnete verschiedener Parteien zu einer Podiumsdiskussion an die Helene-Weber-Schule eingeladen. Abgerundet wurde diese ungewöhnliche Abiturabschlussfeier durch ein Klavierstück von Narh Aleter.

Die Abiturienten und die Preisträger

Klasse J2/1 (nationaler Zug)  

Bauer, Isabell

Bieger, Vanessa

Butzengeiger, Vanessa

Gulde, Stefanie

Irmler, Tim

Karagülle, Baris

Knoll, Moritz

Lamp, Anja

Luft, Isabel

Mil, Stefanie

Mors, Sina

Müller, Luca

Ott, Elena

Özcan, Meltem

Parwan, Gloria

Reitter, Katrin

Schulz, Jana

Siskowski, Nicoletta

Störk, Marc

Weckenmann, Simon

Wild, Jana

Klasse J2/2 (internationaler Zug)

Aleter, Narh

Bien, Georg

Bitterwolf, Isabel

Dehm, Thomas

Grootherder, Tim

Karahasanovic Edina

Krasniqi, Celina

Lutz, Simon

Reuter, Mario

Rothenhäusler, Simone

Stroppel, Lea

Weiß, Johanna

 

Belobigungen erhalten (2,0 bis 2,2):

Bieger, Vanessa (2,0); Reitter, Katrin (2,1); Grootherder, Tim (2,1); Störk, Marc (2,2)

 

Preise/Urkunden erhalten (1,5 bis 1,9):

Weiß, Johanna (1,6); Reuter, Mario (1,7); Ott, Elena (1,7); Gulde, Stefanie (1,9)

 

Buchpreise erhalten (bis 1,4):      

Irmler, Tim (1,4); Butzengeiger, Selina (1,4)   

 

Sonderpreise

Preis des Systemhauses HAMCOS, IT-Service GmbH, Bad Saulgau,
für die beste Leistung im Fach Informatik: 


 

Weiß, Johanna


Preis des Elternbeirats für die beste Leistung im Fach Mathematik:


Irmler, Tim


Preis der Schulleitung für die beste Leistung in der
Fremdsprache Englisch:


 

Rothenhäusler, Simone


Preis der Volksbank e.G. Bad Saulgau für die beste Leistung in Wirtschaft (Fächer Volks- und Betriebswirtschaftslehre und Finanzmanagement):


 

 

Butzengeiger, Selina (nationaler Zug)


Preis des Fördervereins der Schule für den besten Schüler: 


Irmler, Tim (1,4)

Preis des Landkreises für schulisches Engagement außerhalb der und für die Schule:

 

Krasniqi, Celina

Rothenhäusler, Simone

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

BAR

                                                      

 

 

 

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