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Internationales Online-Projekt an der Helene-Weber-Schule

Internationalität wird an der Helene-Weber-Schule Bad Saulgau groß geschrieben. Unter Leitung des Englischlehrers Michael Ulrich finden an der Schule zahlreiche internationale Aktionen und Projekte statt.   

 

Im Berufsschulunterricht ist in Vorbereitung auf die abschließende Englischzertifizierung (KMK) die Handelskorrespondenz ein großer Schwerpunkt. Im Englischunterricht arbeitete die Klasse des zweiten Lehrjahres der Kaufleute für Büromanagement auf der von der Europäischen Union bereitgestellten Internetplattform etwinning. Auf diesem Portal haben Lehrkräfte die Möglichkeit, europaweit Partner für gemeinsame Unterrichtsprojekte zu finden. Durch diese unkomplizierte Unterrichtskooperation innerhalb Europas erfolgt die praktische Umsetzung der Handelskorrespondenz.

 

Am Projekt „Commercial Correspondence Germany-France-Spain“ waren neben dem zweiten Ausbildungsjahr der Kaufleute für Büromanagement der Helene-Weber-Schule auch französische Schülerinnen und Schüler des Lycée Condorcet aus Belfort und des Centro Ascuncion de Nuestra Senhora aus Riba in der Nähe von Valencia in Spanien beteiligt. Innerhalb dieses Projekts wurde der Schwerpunkt Handelskorrespondenz und Bewerbung mit den französischen und spanischen Partnern geübt. So mussten die Bad Saulgauer Schülerinnen und Schüler sich auf eine Stellenanzeige der französischen und spanischen Partner bewerben – und umgekehrt.

Im Rahmen des Projekts konnten die Schülerinnen und Schüler miteinander chatten. Hierbei war das deutsche duale Ausbildungssystem, das schulische und betriebliche Ausbildung und damit Theorie und Praxis verbindet, ein Aspekt, der die französischen und spanischen Partner sehr interessierte. Diese machen eine ähnliche Ausbildung, werden jedoch rein schulisch auf den Beruf vorbereitet. Besondere Freude bereitete den deutschen Auszubildenden, die Weihnachtskarten aus Frankreich und Spanien, die real per Post – und mit Schokolade garniert ankamen, und das gegenseitige Interesse aneinander unterstrichen. 

 

 

Schokolade in der Weihnachtspost

Durch das von der EU geförderte Online-Projekt entstand der Wunsch, sich auch einmal im realen Leben zu begegnen und schnell war ein geeigneter Ort gefunden: das schweizerische Basel war für die deutschen und französischen Schüler gut erreichbar.

 

Ende März haben die Schüler der Helene-Weber-Schule und des Lycée Condorcet in Basel gemeinsam die Pharmafirma Novartis besichtigt.

Nach einem Vortrag zur Unternehmenskultur, die auf dem Novartis Campus herrscht, konnten die Schüler den Novartis Campus besichtigen, ein modernes Areal am Rheinufer, das eine „Stadt in der Stadt“ darstellt, da die Mitarbeiter und Forscher aus 146 Ländern hier ein sehr attraktives Arbeitsumfeld mit eigenen Kindertagesstätten, verschiedenen Supermärkten, Restaurants und einer eigenen Postfiliale geboten bekommen.

Beeindruckend war auch der hohe Stellenwert, der Kunstwerken bei der Inneneinrichtung zukommt. Darüber hinaus besuchten beide Schülergruppen die Basel World, die große internationale Schmuck- und Uhrenmesse. 

Novarti Campus
Organisator M. Ulrich (gelbe Jacke) während der Basel-Exkursion

Dass die Schülerinnen und Schüler über das Internet den Unterrichtsstoff erarbeiten und sich so unkompliziert auf europäischer Ebene austauschen können, ist die eine Seite des Projektes. Die andere, wahrscheinlich bedeutendere Seite ist, dass Europa von Begegnung lebt, auch von Begegnung junger Menschen, die sonst keine Gelegenheit für einen derartigen Austausch gehabt hätten. Dies wird von der EU durch das ErasmusPlus-Programm gefördert, an dem die Helene-Weber-Schule Bad Saulgau aktiv partizipiert, auch durch den jährlichen Schüleraustausch mit dem Istituto Falcone in Gallarate, in der Nähe von Mailand.

ULR, BAR

April 2019

 

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